Der Blog von Blumen & Biester

Donnerstag, 26. September 2013

Es war einmal... oder wie es mit den Gorgies weiterging

Tag und Nacht sind sie bei mir, um mich herum und flüstern Ideen in meinen Kopf. Manchmal bin ich froh, daß nicht nur ich für diesen nächtlichen Einsatz bezahlen muß... 
Nein, sie haben mich noch nicht losgelassen. Im Gegenteil - sie sind überall und verlangen Aufmerksamkeit. An Tagen wie heute entstehen Biester wie er da oben nach Momenten wie dem gerade erlebten, in dem ich mir einen Tee und der Katze Futter machen wollte. Ja, parallel. Ein Fehler wie ich jetzt weiß, wenn das Hirn nicht wenigstens eine Mindestmenge an Schlaf und Ruhe erfahren durfte. Nun ja, inzwischen habe ich das Katzenfutter aus der Tasse gewaschen, die sprachlose Katze mit frischem Futter zufriedengestellt und mir einen neuen Tee gezaubert - alles brav nacheinander - und nun kann ich mich ihnen endlich wieder widmen. Sie vermehren sich weiterhin fröhlich, erlernen beinahe täglich neue Gesichtsausdrücke, bekommen Haare - zumeist auf dem Kopf,

Sie trägt Brille. Hinten drin ;-)
mutieren gar zu eigenen Unterarten und verlassen zunehmend auch das Haus in Form individueller Sonderanfertigungen z.B. zum Schutze von Handys oder Readern, als USB-Stick-Verteidiger, Kinderbefreunderbrustbeutel, Brillen- oder Schlüsseletuis - die Gorgies. Angefangen als Spontanidee für die Kindergeburtstagsparty meiner Tochter haben sie mittlerweile einen festen Platz in der Familie und auch schon Geschichte(n) geschrieben. Ich zeige Euch in den nächsten Tagen einen Teil dessen, was sich da in letzter Zeit alles getan hat:

Diese beiden Herren z.B. wohnen mittlerweile in Berlin:
























Wie Dr. Jekyll and Mr. Hyde sind die beiden zwei Seiten derselben Medaille - der kultiviert überlegene, dezent arrogante Dr. Jekyll, seines Zeichens Hemd- und Krawattenträger, ist in jeder Sakkotasche zu Hause, beteiligt sich problemlos spontan an Geschäftsgesprächen und ist dabei absolut in der Lage, diese durch sein breitgefächertes Wissen zu bereichern, während im Untergrund Mr. Hyde ungeduldig darauf wartet, daß das Sakko seinen Haken findet und der ledernen Rockerkutte weicht. Kampferprobt und furchtlos begleitet er seinen Besitzer dann als Handywächter in jede noch so dunkle Gasse oder zwielichtige Taverne. Es gab meines Wissens nach seitdem keine Übergriffe mehr auf das so wertgeschätzte IPhone.

Zugegeben - die Verständigung zwischen den beiden verläuft nicht immer ohne Probleme, aber auch hier gilt: Ein Gewitter von Zeit zu Zeit kann die Luft gründlich reinigen :-)  und soweit ich weiß, sind beide unverletzt aus diesem Gefecht hervorgegangen.
"Komm her, wenn Du Dich traust!"

Auch das folgende Modell hat es besonders gut erwischt. Der erste der Katzengorgies vereint die allgemein gefräßige Note der Gorgys mit dem Hauch des Geheimnisvollen... der aber schnell verfliegt, wenn der Gorgy in seinem Element is(s)t - man lasse nur die Fotos weiter unten auf sich wirken.

"Miiiiiaauuuuuuu..."
Er hatte das Glück, in einem äußerst verständnisvollen Haushalt zu landen, wird hervorragend gepflegt und hat sich so auch bereits perfekt eingelebt. Über etwaige kleinere Macken wird hier freundlicherweise hinweg gesehen. Mir drängt sich der Verdacht auf, daß diese Macken sogar gemocht werden ;-)

Pizzzzzzzaaaaaaaaaaaaaa!!!!! Abwarten ist nicht gerade seine Stärke, aber für solch einen Leckerbissen überwindet sogar ein Gorgy seine Natur.
Daß ein Gorgy sein Essen teilt, ist höchst ungewöhnlich und zeugt von großer Liebe zu seinen Besitzern. Vielleicht kamen die beiden anderen aber auch zu spät? Das Geräusch jedenfalls, was sich hier aus dem Foto aufzudrängen scheint, entzieht sich meiner Verantwortung.
Hier scheint sich eine Romanze anzubahnen - vielleicht erreichen mich bald die ersten Bilder von Eulengorgies? Man darf gespannt sein!
Konkurrenten werden hemmungslos aus dem Weg geschafft - da hat der sanfte Teddybär hier leider keine Chance. Man beachte das Bauchnabelpiercing - ein weiteres Novum im Reich der Gorgies. 
Zu ein paar Freunden hat es dieser Gorgy aber offensichtlich auch schon gebracht - obwohl er mir nicht völlig vertrauenswürdig erscheint zwischen den anderen sehr freundlichen Gestalten. Oh! Ist da ein entfernter Verwandter dabei?
Gut - nun wollen wir ihn schlafen lassen. So ein Gorgytag ist anstrengend und auch morgen gibt es noch jede Menge zu vertilgen - und zu berichten! Von all den anderen bunten Varianten, die sich hier entwickelt haben... :-)
Ich danke den fotografierenden Gorgybesitzern für das Zur-Verfügung-Stellen der Bilder. Ich habe mich sehr gefreut, daß meine kleinen Freunde so gut angekommen sind.

Eine Anmerkung zum Schluß: Eigentlich sollten die Gorgies längst gezähmt und in Form von Stickdateien verpackt sein, aber momentan ist ihre Vielfalt so unüberschaubar, daß ich erst einmal etwas Licht in das Chaos tragen und Ordnung schaffen muß, bevor ich saubere und sinnvolle Paketchen packen kann, die ich dann durch den Dschungel des Geschäftlich-Rechtlichen zu all denen trage, die es selber mit den kleinen Biestern aufnehmen wollen. O sendet mir ein wenig freie Zeit! Danke ;-)
Bis dahin bastele ich weiter - zwischenzeitlich leicht verwirrt bis enterdet - daran, all die vielen bunten Einflüsterungen umzusetzen, die sich mir präsentieren.